Veranstaltung
02.05.2026, 11:00 Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24, 10719 Berlin

Theaterpreis Berlin 2026 an Lina Majdalanie und Rabih Mroué

Feierliche Preisverleihung

Die Stiftung Preußische Seehandlung zeichnet Lina Majdalanie und Rabih Mroué mit dem mit 20.000 Euro dotierten Theaterpreis Berlin aus. Die feierliche Preisverleihung durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, in diesem Jahr vertreten durch die Senatorin für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Sarah Wedl-Wilson, findet am 02. Mai 2026 um 11 Uhr im Rahmen des 63. Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele statt.

Hier können Sie die Jurybegründung nachlesen.

Anmeldungen zur Preisverleihung sind ab dem 13.04.2026 hier möglich.

Foto: Lina Majdalanie und Rabih Mroué © Bobby Rogers

»Diese Auszeichnung bedeutet uns persönlich sehr viel, da wir sie kurz nach unserer Einbürgerung in Deutschland im Januar 2026 erhalten. Seit über 25 Jahren sind wir mit unserer Arbeit in Deutschland präsent, in einem kontinuierlichen Dialog mit Freund_innen und Kolleg_innen im ganzen Land und in ganz Europa. Wir sind tief bewegt von dieser unschätzbaren Anerkennung unserer Arbeit. Unser herzlicher Dank gilt der Stiftung Preußische Seehandlung und all unseren Freund_innen und Kolleg_innen in Berlin, in Deutschland und Europa, im Libanon und auf der ganzen Welt – Künstler_innen, Kurator_innen, Produzent_innen und Techniker_innen –, die uns über die Jahre hinweg unterstützt und begleitet und uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Dieser Preis, der uns so am Herzen liegt, ist auch ihnen zu verdanken und gehört ihnen ebenso wie uns. Vielen Dank, liebe Freund_innen.«

Lina Majdalanie und Rabih Mroué, Preisträger 2026 1/3

»Mit Lina Majdalanie und Rabih Mroué zeichnet die Stiftung Preußische Seehandlung ein Duo mit dem Theaterpreis Berlin aus, dessen innovative künstlerische Praxis sich zwischen Theater, Performance und Bildender Kunst bewegt. Im Fokus ihrer interdisziplinären Arbeit steht die Auseinandersetzung mit politischen Konflikten und Ideologien, die sie mit medien- und repräsentationskritischen Aspekten wie auch mit der Frage nach der gesellschaftlichen Rolle von Kunstschaffenden verknüpfen. Ihr Werk verbindet Realität und Fiktion, geschichtliche Reflexion und Gegenwartserfahrung. Aus ihm spricht eine künstlerische Stimme, die Skepsis gegenüber dominanten Narrativen artikuliert und für Komplexität und gesellschaftlichen Dialog eintritt. Majdalanies und Mroués Stücke laden dazu ein, diesen zu suchen und persönliche wie gesellschaftliche Überzeugungen kritisch zu hinterfragen. Auf ebenso tiefgründige wie spielerisch-humorvolle Weise werfen sie Licht ins Dunkel und stellen Fragen, statt einfache Antworten zu liefern. Sie sind hochrelevant.«

Dr. Hans Gerhard Hannesen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Preußische Seehandlung 2/3

»Lina Majdalanie und Rabih Mroué bereichern seit über zwölf Jahren die Berliner Theaterlandschaft mit ihren szenischen Lesungen und Performances, in denen sie ihre Erfahrungen aus dem Libanon oder etwa auch aus Bertolt Brechts Exil in den USA in einer Mischung aus individuellen Geschichten und politischer Geschichte verarbeiten. Mit ihren Stücken oder Auftritten tragen sie entscheidend zur Vielfalt der Berliner Kultur bei – und wenden sich dabei stets gegen vorgefertigte Meinungen und Urteile«

Kai Wegner, Stiftungsratsvorsitzender und Regierender Bürgermeister von Berlin 3/3