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Dr. Jutta Wimmler wird zweite Short-term Fellow der Stiftung Preußische Seehandlung

Veröffentlicht am 28 Mai 2026

Die zweite von der Stiftung Preußische Seehandlung geförderte Fellowship am Wissenschaftskolleg zu Berlin geht an die Historikerin Dr. Jutta Wimmler. Mit der Fellowship fördert die Stiftung ein eigenständiges Forschungsprojekt zur Geschichte Preußens im akademischen Jahr 2026/27. Das Programm ist auf fünf Monate angelegt und beginnt am 01.09.2026. 

Die Short-term Fellowship ist Teil einer langfristigen Forschungsinitiative der Stiftung Preußische Seehandlung, die darauf abzielt, die historische Bedeutung der 1772 gegründeten Seehandlungs-Societät in ihrer wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Dimension neu zu erschließen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Foto: Dr. Jutta Wimmler

Die Auswahl der Stipendiatin erfolgte durch ein unabhängiges wissenschaftliches Gremium, bestehend aus Prof. Dr. Iwan Michelangelo D’Aprile als Vertreter der Universität Potsdam, Dr. Hans Gerhard Hannesen als Vertreter des Vorstands der Stiftung Preußische Seehandlung, PD Dr. Agnieszka Pufelska als Vertreterin des Nordost-Instituts der Universität Hamburg in Lüneburg, Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger als Vertreterin des Stiftungsrates und Direktorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin und Prof. Dr. Klaus Weber als Vertreter der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder.

Mit Jutta Wimmler setzt die Stiftung ihr Engagement für eine vertiefte Erforschung der Geschichte der Preußischen Seehandlung fort. Erste Stipendiatin des Programms war PD Dr. Agnieszka Pufelska, die 2023 mit dem »40 Jahre Stiftung Preußische Seehandlung – Jubiläumspreis für Wissenschaft« ausgezeichnet wurde, der mit einer Short-term Fellowship am Wissenschaftskolleg zu Berlin verbunden war. Ihre Arbeiten zur preußisch-polnischen Verflechtungsgeschichte haben neue Impulse für die Erforschung der Seehandlungs-Societät und ihrer europäischen Kontexte gesetzt. 

Jutta Wimmler wird sich im Rahmen ihrer Fellowship ihrem Forschungsvorhaben »Das Königliche Lagerhaus Berlin 1713-1815: Ein Textilunternehmen und seine Angestellten in einer sich globalisierenden Welt« widmen.

Zur Person: Dr. Jutta Wimmler war von 2020 bis 2025 Forschungsgruppenleiterin am Bonner Exzellenzcluster »Beyond Slavery and Freedom« (BCDSS). Sie promovierte 2011 im Doktoratsstudium der Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz. Eine überarbeitete Fassung ihrer Dissertation erschien 2017 bei Brill unter dem Titel The Sun Kings´s Atlantic: Drugs, Demons and Dyestuffs in the Atlantic World, 1640-1730. Von 2011 bis 2020 war sie Postdoktorandin an der Europa-Universität Viadrina und leitete dort ein DFG-Projekt zur atlantischen Verflechtungsgeschichte Zentraleuropas. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Preußens im 18. Jahrhundert, insbesondere das Königliche Lagerhaus Berlin, die frühneuzeitliche Global- und Verflechtungsgeschichte mit Schwerpunkt Europa und Afrika, die Sklaverei- und Abhängigkeitsforschung sowie Waren-, Wissens- und Techniktransfers in globalen Kontexten.